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Jugendwettbewerb 2002: Wildobst

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Besondere Früchtchen

Abschlussveranstaltung und Preisverleihung zum LOGL-Jugendwettbewerb 2002

Abbildung 1: Jugendwettbewerb 2002
Abbildung 1: Abschlussveranstaltung zum Jugendwettbewerb 2002

Über 120 Kinder nahmen am diesjährigen Jugendwettbewerb des LOGL teil. Sie beschäftigten sich mit den verschiedensten Arten von Wildobst, den Ansprüchen und der Pflege der Pflanzen und der Verwertung der Früchte. Die Aufgabe war, ein Porträt einer Wildobstart zu erstellen. Diese Aufgabe wurde von den Teilnehmern auf sehr unterschiedliche Art und Weise gelöst, stets jedoch mit viel Engagement und Arbeitsaufwand. Anfang Oktober gingen die Beiträge in der Geschäftsstelle des LOGL ein und stellten die Jury vor eine schwere Aufgabe.

Am 8. November 2002 wurden nun im Rahmen der Preisverleihung in Gammelshausen, Landkreis Göppingen, die Beiträge ausgestellt und alle Teilnehmer wurden für ihre Mühe mit einem Preis belohnt. Dabei herrschte unter Kindern wie Betreuern großes Interesse auch an den Beiträgen der anderen Teilnehmer. Besonders gut kam bei den Kindern natürlich die Vekostung der eingesandten Leckereien an.

Gestärkt durch die leckeren Marmeladebrote ging es dann zunächst auf den Wildobstlehrpfad bei Gammelshausen, wo die Kinder von Kreisfachberater Peter Düngen und LOGL-Vorstandsmitglied Georg Erhardt fachkundig geführt wurden. Anschließend konnten die Teilnehmer im Gemeindehaus Gammelshausen ihre Urkunden und Preise entgegennehmen.

Angesichts der vielen interessanten und mit hohem Arbeitsaufwand fertiggestellten Beiträge, war es der Jury schwer gefallen, eine Bewertung vorzunehmen. Schließlich wurden jedoch folgende Plätze vergeben:

Abbildung 3: Der 1. Platz ging an die Gruppe des OGV Grüner Baum Leidringen
Abbildung 3: Der 1. Platz ging an die Gruppe des OGV Grüner Baum Leidringen

Den ersten Platz belegte die Gruppe des OGV "Grüner Baum" Leidringen, die einen Wildobstlehrpfad angelegt hatte. Verschiedene Wildobstarten wurden entlang eines Weges aufgepflanzt und auf Schildern erläutert. Jedes Kind ist dabei für eine bestimmte Pflanze verantwortlich. Dokumentiert wurde die Aktion u.a. mit selbstgemalten Bildern

Der zweite Platz ging an Beate Nicolai aus Ganderkese in Niedersachsen, sie hatte ein Spiel selbst ausgedacht und hergestellt, das den Namen "Der Holunderbär" trägt und sich rund um den Holunder dreht. Sogar die Spielfiguren und der dazugehörige Kugelschreiber waren aus Holunderholz selbst gefertigt. Leider konnte Beate aufgrund der Entfernung ihren Preis nicht selbst abholen. Er wird ihr deshalb zugeschickt.

Abbildung 4: Der 3. Platz ging an Clara Schiele aus Münsingen
Abbildung 4: Der 3. Platz ging an Clara Schiele aus Münsingen

Der dritte Platz ging an Clara Schiele aus Münsingen, die eine Wildrose in ihrem Garten das Jahr über beobachtet und ihre Beobachtungen in einer Mappe mit zahlreichen Bildern und Texten gesammelt hat. Sie freute sich über einen Picknickkorb als Preis.

Der Holunder ist eine sehr vielfältig nutzbare Wildobstart und so hatten gleich vier Gruppen sich mit diesem Strauch beschäftigt. Neben umfangreichen Dokumentationen hatten alle auch leckere Produkte aus Holunderblüten und -früchten eingereicht.

In Zusammenarbeit mit dem OGV Rangendingen hatte die Klasse 4a der Grundschule Rangendingen sich mit dem Holunder beschäftigt und darüber eine sehr ausführliche handgeschriebene Dokumentation erstellt sowie ein Körbchen mit selbstgemachten Holunderprodukten.

Abbildung 6: Jugendgruppe des OGV Kerkingen
Abbildung 6: Jugendgruppe des OGV Kerkingen

Mit dabei war auch die Jugendgruppe des OGV Kerkingen, die aus Holunder nicht nur Gelee und Saft sondern auch Handcreme, Likör und fertigen Punsch hergestellt hatte. Ihre schönen Holunder-Bilder hatten die Kinder mit "Window Colours" gemalt.

Die Klasse 4c der Salzäcker-Grundschule in Stuttgart-Möhringen hatte sich ebenfalls umfassend über den Holunder und seine Verwendung informiert. Es wurden dabei u.a. Apotheker interviewt und ein Hörtagebuch aufgenommen.

Abbildung 8: Jugendgruppe Schwörzkirch
Abbildung 8: Jugendgruppe Schwörzkirch

Und schließlich erreichte die Jury ein sehr ansprechender Korb von der Jugendgruppe Schwörzkirch, in dem sich hübsch dekorierte Holunderprodukte ebenso fanden, wie eine selbstgemachte Kerze mit Holundermotiv und ein T-Shirt mit einem Foto der Gruppe als Motiv.

Ein Projekt zum Thema Eßkastanie hatten die Kinder der Familie Winkler aus Meersburg eingesandt. An den stacheligen Früchten stach sich mehr als ein Jurymitglied.....Für die anschauliche Dokumentation gab es als Preis ein Spiel für die drei Geschwister Dominic, Ramona und Daniel (auf dem Bild fehlt Dominic).

Außerdem erreichte uns von Eva Schmidt die Beschreibung eines Maulbeerbaumes aus dessen Früchten sie Kuchen und Marmelade gemacht hatte. Eva wohnt in Brandenburg und konnte aufgrund der Entfernung nicht an der Preisverleihung teilnehmen, sie bekommt ihren Preis zugeschickt.

Abbildung 10: Heidelsheimer Grünschnäbel
Abbildung 10: Heidelsheimer Grünschnäbel

Schließlich gab es noch einen Sonderpreis zu vergeben, den die "Heidelsheimer Grünschnäbel" für ihre selbsterstellte CD-ROM erhielten. In Wort und Bild und zum Teil sogar mit Musik unterlegt, zeigt die CD die Aktivitäten der Gruppe zum Thema Holunder: Versuche zu verschiedenen Schnittmethoden, die Zubereitung von Holunderküchle, das Fertigen von Pfeil und Bogen aus Holunderholz und einiges mehr.

Günter Kolb, der Leiter der Gruppe überreichte dem LOGL ein eindrucksvolles Mitbringsel, nämlich ein Stück des Heuseiles, das die "Grünschnäbel" ins "Buch der Rekorde" bringen soll. Denn das Seil wurde innerhalb eines Tages mit Muskelkraft hergestellt und ist über 784 m lang.

Liebe Teilnehmer,

gerne schicken wir Euch Fotos von der Preisverleihung. Alle Bilder auf dieser Seite sind in höherer Auflösung erhältlich. Weitere Fotos ebenfalls auf Anfrage.
(Bitte senden Sie uns ein E-Mail.)

Ein herzlicher Dank gilt Herrn Peter Düngen, Kreisfachberater und LOGL-Vorstandsmitglied Herrn Georg Erhardt, die die Geschäftsstelle bei der Durchführung der Preisverleihung unterstützt haben, ebenso wie Herrn Thomas Lochmann, zuständig für das Sachgebiet Obstbau im Ministerium Ländlicher Raum und Kreisvorsitzender des KV Stuttgart, der als Mitglied der Jury bei der Bewertung mitgeholfen hat.