

Die Aufgabe bestand darin, die so genannten „Doubles“ aufzudecken, d.h. Pflanzen zu finden, deren Teile giftig oder gesundheitsschädlich sind und mit wertvollen, essbaren (Heil)-pflanzen verwechselt werden können. Die so gefundenen Pflanzen sollten auf einem Poster oder Plakat vorgestellt werden.
Bis zum 1. August gingen die Beiträge in der Geschäftsstelle des LOGL ein und bereiteten der Jury bei der Bewertung einiges Kopfzerbrechen.
Vom 14. bis 25. September 2004 waren alle Plakate in einer Ausstellung auf der Landesgartenschau in Kehl/Straßbourg im Treffpunkt Baden-Württemberg zu sehen.


Nach der Begrüßung durch Landesgeschäftsführer Rolf Heinzelmann gaben der Obst- und Bauerngarten und die Kernobstsortenausstellung in der Feldscheune einen idealen Rahmen, um den Kindern und Jugendlichen das Thema Obstbaum „Von der Veredlung bis zur Ernte“ in anschaulicher Weise näher zu bringen und nochmals einige Giftpflanzen vorzustellen.


Im Obst- und Bauerngarten erklärte Rolf Heinzelmann den Gruppen die Anzucht und Veredelung von Obstbäumen.

In der Feldscheune waren über 250 Apfel- und Birnensorten attraktiv präsentiert, ein Schwerpunkt war hier die Vorstellung wichtiger Obstkrankheiten und Schädlinge. Eine besonderer Anziehungskraft ging aber von den frisch gebackenen Apfelwaffeln der Landfrauen aus, die sich nicht nur die Kinder schmecken ließen.
Auf dem folgenden Spaziergang am Rhein entlang stellt Herr Zimpfer einige markante Beiträge auf der LGS vor und konnte dazu mit interessanten Insiderinformationen aufwarten. Im Treffpunkt Baden-Württemberg kam es dann zur mit Spannung erwarteten Preisverleihung.



Sie hatten zwei Plakate gestaltet und deutlich die Verwechslungsmöglichkeiten von dem giftigen Maiglöckchen und der Herbstzeitlose mit dem Bärlauch herausgearbeitet. Der Bärlauch ist ein wieder in „Mode“ gekommenes Gewürzkraut, das vom Geruch her an Knoblauch erinnert, häufig in der Natur anzutreffen ist und deshalb gerne genauso wie Pilze gesammelt wird. Das zweite Plakat zeigte den giftigen Ahornstab und den Sauerampfer.
Einen Sonderpreis bekam die Jugendgruppe „Junabes“ des OGL „Grüner Baum“ Leidringen für das hervorragend und mit viel Fleiß angelegte Herbarium und die ausführliche und informative Dokumentation ihrer Arbeit.
Ein halbes Jahr lang hatte sich die Gruppe intensiv mit dem Thema Heil- oder Giftpflanze auseinandergesetzt. Dabei unternahmen sie eine Exkursion zum Heilmittelhersteller Helixor, knüpften Kontakt zum Rosenfelder Apotheker Edgar Graf und trugen in Sammelaktionen die Pflanzen für das Herbarium zusammen. Die Jugendgruppe hatte schon vor zwei Jahren am Jugendwettbewerb erfolgreich teilgenommen.
Den 2. Platz belegte die 6. Klasse der Mädchenrealschule St. Bernhard in Bad Mergentheim. Im Rahmen des Biologieunterrichts wurde das Thema behandelt und je zwei Schülerinnen gestalteten ein Plakat. Dabei wurden viele „Doubles“ enttarnt, die Verwechslungsmöglichkeiten bezogen sich auf Blätter, Blüten und Früchte.

Den 3. Preis bekamen die Kinder der Jugendgruppe „Sequoias“ des OGV Herbrechtingen. Diese Gruppe besteht erst seit zwei Jahren, um so beachtlicher/erfreulicher ist ihre Teilnahme. Sie wählten die Eibe als giftige Pflanze aus und beschrieben die Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Nadelgehölzen.
Auf den 4. Platz kam Rebecca Sonnenberg aus Doberlug-Kirchhain mit ihrem selbstgemalten Bild von einem Mädchen, das Süßkirschen und Tollkirschen übers Ohr gehängt hat. Sie hat an der Veranstaltung aufgrund der weiten Entfernung nicht teilgenommen. Sie bekam ihre Urkunde und ihren Preis zugeschickt.
Nachdem sich alle mit einem Imbiss gestärkt hatten, konnten die Teilnehmer die Beiträge auf der französischen Seite der Gartenschau unter Leitung von Herrn Zimpfer besichtigen oder auf „eigene Faust“ spezielle Punkte ansteuern.
Liebe Teilnehmer,
gerne schicken wir Euch Fotos von der Preisverleihung. Alle Bilder auf dieser Seite sind in höherer Auflösung erhältlich. Weitere Fotos ebenfalls auf Anfrage.
(Bitte senden Sie uns ein E-Mail.)
Ein herzlicher Dank gilt Herrn Heinz Zimpfer, Kreisvorsitzender der Region Kehl/Hanauerland, der die Geschäftsstelle nicht nur bei dieser Aktion auf der Gartenschau tatkräftig unterstützt hat.