


Hochinteressant ist, dass der Urbaum dieser Sorte heute noch in Rottum, Landkreis Biberach steht. Immerhin hat der Vater aller Jakob Fischer Bäume heute einen Stammumfang von rund 1,75 m und eine Höhe von ca. 13 m.
Der Baum ist, so die Überlieferung, vom Landwirt Jakob Fischer um die Jahrhundertwende im Wald ausgegraben und auf seinen jetzigen Standort gepflanzt worden. Eine neue Apfelsorte war so ohne Zutun des Menschen als Zufallsämling entstanden. Wäre das kleine Bäumchen wie ursprünglich vorgesehen, mit einer anderen Sorte veredelt worden, so wären wir niemals in den Genuss dieses Apfels gekommen, der wegen seines wunderbaren Aromas und der angenehmen Säure sehr wertvoll ist.
| Sortenbeschreibung | |
|---|---|
| Herkunft: | Zufallsämling (Süddeutschland) |
| Blüte: | sehr früh (spätfrostgefährdet) |
| Baumreife: | Anfang bis Mitte September (Frühherbstapfel) |
| Genußreife: | September bis November |
| Fruchtform: | groß bis sehr groß, unregelmäßig, flachrund |
| Fruchtschale: | zur Genußreife hellgelb, auf der Sonnenseite leuchtend rot verwaschen |
| Fruchtfleisch: | lockerzellig, saftig, etwas weinsäuerlich |
| Baum: | starkwachsend, große Krone, Kronenform breitpyramidal |
| Eigenschaften: | starkes Wachstum, guter Stamm- und Gerüstbildner, hohe Holzfrosthärte, geeignet für rauhe Lagen, wenig schorf- und mehltauanfällig, fruchtbar, begrenzt haltbar, Saftherstellung, Koch- und Backapfel |