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Streuobstsorte des Jahres 1998: Jakob Fischer

Synonym: Schöner vom Oberland
Roter vom Oberland
Jokob Fischer

Hochinteressant ist, dass der Urbaum dieser Sorte heute noch in Rottum, Landkreis Biberach steht. Immerhin hat der Vater aller Jakob Fischer Bäume heute einen Stammumfang von rund 1,75 m und eine Höhe von ca. 13 m.

Der Baum ist, so die Überlieferung, vom Landwirt Jakob Fischer um die Jahrhundertwende im Wald ausgegraben und auf seinen jetzigen Standort gepflanzt worden. Eine neue Apfelsorte war so ohne Zutun des Menschen als Zufallsämling entstanden. Wäre das kleine Bäumchen wie ursprünglich vorgesehen, mit einer anderen Sorte veredelt worden, so wären wir niemals in den Genuss dieses Apfels gekommen, der wegen seines wunderbaren Aromas und der angenehmen Säure sehr wertvoll ist.

Sortenbeschreibung
Herkunft: Zufallsämling (Süddeutschland)
Blüte: sehr früh (spätfrostgefährdet)
Baumreife: Anfang bis Mitte September (Frühherbstapfel)
Genußreife: September bis November
Fruchtform: groß bis sehr groß, unregelmäßig, flachrund
Fruchtschale: zur Genußreife hellgelb, auf der Sonnenseite leuchtend rot verwaschen
Fruchtfleisch: lockerzellig, saftig, etwas weinsäuerlich
Baum: starkwachsend, große Krone, Kronenform breitpyramidal
Eigenschaften: starkes Wachstum, guter Stamm- und Gerüstbildner, hohe Holzfrosthärte, geeignet für rauhe Lagen, wenig schorf- und mehltauanfällig, fruchtbar, begrenzt haltbar, Saftherstellung, Koch- und Backapfel