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Streuobstsorte des Jahres 1999: Die Karcherbirne

Die Karcherbirne
Die Karcherbirne

Die Frucht ist klein bis mittelgroß, flachkugelförmig und gegen den Stiel stumpf zugespitzt. Reifezeit ist Anfang bis Mitte Oktober. Die Fruchtschale ist rau, hart und schmutzig–grün. Das Fruchtfleisch gelblich-weiß, steinig und herbsäuerlich. Der Baum ist groß, langlebig und landschaftsprägend.

Laut Lucas 1854 soll die Karcherbirne aus Gaildorf bei Schwäbisch Hall stammen. Der Name kommt vermutlich von der häufigen Einschnürung (Kragen) im Stielbereich. Aus Kragen wurde Kargen, dann Karchen und schließlich Karcherbirne. Sie ist eine gute Mostbirne und mit ihren hohen Zuckergehalten gut zum brennen geeignet, ebenfalls zum Dörren.

Sortenbeschreibung
Heimat: Gaildorf in Württemberg (Löschnig 1913)
Name: Vermutlich abgeleitet von der häufigen Einschnürung im Stielbereich (Kragen)
Blütezeit: mittelfrüh
Reifezeit: Reifezeit spät (Anfang bis Mitte Oktober)
Fruchtform: klein bis mittelgroß, flachkugelförmig, gegen den Stiel stumpf zugespitzt
Fruchtschale: rauh, hart und schmutzig-grün, Kelch und Stielbereich sind berostet
Fruchtfleisch: gelblichweiß, steinig, herbsüßsäuerlich
Baum: groß, hochpyramidal, langlebig, landschaftsprägend
Eigenschaften: wertvolle Mostbirne, gut zum Dörren geeignet
(Lucas, 1854)