

Herkunft und Verbreitung
Der Luikenapfel stammt aus Württemberg, wo er vor hundert Jahren noch der verbreitetste Apfel im Streuobstbau war. Die Sorte wurde Ende des 18. Jahrhunderts schon in der Literatur erwähnt. Die Bezeichnung soll auf einen Weingärtner Luik in Sulzgries bei Esslingen zurückgehen. Er wird unter anderem auch Ludwigsapfel genannt. Aus ihm sind zahlreiche Sämlinge hervorgegangen, die oft nur schwer zu unterscheiden sind.
Verwendung
Der Luikenapfel ist ein hervorragender Verwertungsapfel und eignet sich sehr gut zur Herstellung von Saft, Most und Mus sowie zum Dörren. Auch als Tafelapfel ist er gut geeignet.

Die Frucht des Luikenapfels ist mittelgroß, in höheren Lagen bleibt sie etwas kleiner mit ausgeprägterer Grundfarbe. Der Apfel ist plattrund, öfters ungleichhälftig, die Schale weißlich grün bis weißlich gelb, meist mit kurzen, dunkelroten Streifen, teilweise fein punktiert. Freihängende Früchte sind oft fast rundherum mit einem hellen Karmesinrot streifenartig bedeckt, und in diesem Rot finden sich viele, meistens schmale Streifen von dunklerer Farbe. Schlecht besonnte Früchte sind ebenfalls stark gestreift; nur ist die Färbung schwächer. Das Fruchtfleisch ist weißlich, unter der Schale fein gerötet, sehr saftig und weinsäuerlich. Der Luikenapfel reift Ende September bis Anfang Oktober und ist bis Dezember haltbar.
Der Baum ist sehr wüchsig und langlebig und gilt als einer der größten Apfelbäume. Die Zweige wachsen anfangs steil aufrecht, später überhängend. Da der Luikenapfel spät blüht, ist er auch für rauere Lagen geeignet. Er gilt als ausgesprochen ertragreich, allerdings setzt der Ertrag erst spät ein.