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Streuobstsorte des Jahres 2005: Die Palmischbirne

Herkunft und Verbreitung

Die Palmischbirne
Die Palmischbirne
(LOGL, Rolf Heinzelmann)

Die Palmischbirne ist vor allem in Württemberg anzutreffen und zählt zu den ältesten Obstsorten, ihr genauer Ursprung ist nicht bekannt. Synonyme: Böhmische Birne, Bäumschbirne, Mädlesbirne, Schwabenbirne.

Beschreibung

Die Frucht der Palmischbirne ist klein, regelmäßig und kreiselförmig. Die raue und derbe Schale zeigt als Grundfarbe ein mattes Grün und ist goldbraunartig berostet.

Bei geringerer Berostung ist die Färbung anfangs grüngelb und wechselt später in ein mattes hellgelb. Auffällig sind die großen, hellen Punkte, die gleichmäßig verteilt sind. Selten tritt bei besonnten Früchten eine leichte Rotfärbung auf. Der mittellange, dünne, glänzend braune Stiel sitzt seitlich in einer kleinen Fleischwulst schief auf der Frucht. Das Fruchtfleisch ist mattweiß, grobkörnig und süßherb. Die Reifezeit der Palmischbirne beginnt Anfang September. Die Birnen sind transportfähig aber nur drei Wochen haltbar.

Der Baum wächst sehr stark, bildet große und breite Kronen aus und kann sehr alt werden. Diese mächtigen Kronen, die im Habitus an eine Eiche erinnern, prägen eindrucksvoll das Landschaftsbild der heimischen Streuobstwiesen.

Die Palmischbirne stellt wenig Ansprüche an den Boden, ist auch für raue Lagen geeignet und zeichnet sich durch einen regelmäßigen und sehr reichen Fruchtertrag aus. Sie ist wenig anfällig gegen Feuerbrand.

Verwendung

Die Palmischbirne eignet sich zum Dörren und sehr gut zum Brennen. Die weitere Bezeichnung als Beimischbirne sagt aus, dass sie auf Grund ihres Zuckergehaltes beim Mosten nur zum Beimischen geeignet ist.

Palmischbirnen-Bäume sind in fast allen gut sortierten Obstbaumschulen in Württemberg erhältlich.

In Baden erhalten Sie die Bäume bei: