

Bei der Auswahl der Streuobstsorte des Jahres wird in der Regel besonderer Wert auf Lokalsorten Baden-Württembergs gelegt. Die Rote Sternrenette darf hier als Ausnahme gelten, da sie ursprünglich vom Niederrhein stammt und sich von dort aus in Deutschland verbreitet hat.
Ob die Rote Sternrenette ihren Namen wegen ihrer zahlreichen hellgrauen sternfömigen Lentizellen erhalten hat oder wegen ihres aufgeschnitten sternförmig aussehenden Kernhauses, ist der Literatur nicht eindeutig zu entnehmen.
Früher war die Rote Sternrenette ein klassischer Weihnachtsapfel, der wegen seiner gleichmäßigen, tiefroten Farbe als Christbaumschmuck begehrt war.
Der Baum selbst wächst kräftig und wirkt mit seiner hochkugeligen, robusten Krone landschaftsprägend.
Die Rote Sternrenette ist in den meisten größeren Baumschulen erhältlich.
Die Frucht ist klein bis mittelgroß, plattrund und gleichmäßig dunkelrot gefärbt. Das Fruchtfleisch ist weißgelb, fest, würzig und wenig saftig.
Die Rote Sternrenette blüht spät und lang anhaltend. Ein gewisser Vorerntefruchtfall ist zu beobachten. Die Ernte sollte deshalb Ende September bis Mitte Oktober stattfinden. Die Anfangserträge sind relativ gering und setzen spät ein, im Vollertrag ist der Behang als zufriedenstellend bis gut zu bezeichnen.
Kurzer Fruchtholzschnitt wird von der Roten Sternrenette schlecht vertragen, es empfiehlt sich deshalb das Fruchtholz lang zu lassen. Die Rote Sternrenette gedeiht auch noch in feuchteren Lagen, für besonders trockene Standorte ist sie dagegen ungeeignet.