

Die Region Mittlerer Oberrhein erstreckt sich über die Landkreise Karlsruhe und Rastatt. Die Bezirksvereine Albgau-Ettlingen, Bretten, Bruchsal, Hardt, die OGV Grötzingen, Wöschbach und der Kreisverband Rastatt-Bühl bilden diese LOGL-Region. 9.214 Mitglieder in 93 Vereinen finden hier ihre Heimat.
Die Landschaft der Region Mittlerer Oberrhein erstreckt sich vom heißen Oberrheinischen Tiefland, das beidseitig von steil emporsteigenden Randgebirgen eingebettet ist, über den Pfinzgau bis zum Kraichgau, der auch die Toskana Deutschlands genannt wird.
Im Rheintal wird man an heißen Sommertagen unwillkürlich an die oberitalienische Tiefebene erinnert, in der klimatisch bevorzugten Landschaft leben Tiere und Pflanzen, die eine Verbindung zum Süden herstellen. Dazu gehören z.B. Aprikosen- und Pfirsichbäume oder auch Edelkastanien, ebenso Magnolien und Rhododendren.

Die Vorbergzone beginnt am Abhand des Schwarzwaldes nördlich der Murg bis nach Durlach, die besondere Bedeutung erhält diese Zone, da sie mit Löß bedeckt ist. Er bedingt ihren terrassenförmigen Aufbau, ihre geografische Eigenart und Fruchtbarkeit. Hier gedeihen nicht nur die hervorragenden Weine in Eisental, Affental, Neuweier und Kappelrodeck, nur um ein paar Orte zu nenen, sondern auch Obst und Beeren, nicht umsonst wird dieser Teil Deutschlands der Obstgarten Badens genannt.
Der Kraichgau, mit Löss verkleidetes Hügelland zwischen Schwarzwald und Odenwald gelegen, bietet sich dar als ein wenig bewaldetes, flachwelliges, liebliches Hügelland mit fruchtbarem Kulturboden. Die Vielfältigkeit der Region ist in ihrer Art wohl nicht so schnell von anderen Regionen zu übertreffen. Streuobstwiesen als Gürtel um die Dörfer der Rheinniederung, der Vorbergzone und des Kraichgaus gelegen, sind charakteristisch für unser Landschaftsbild. Sie liefern im Nahbereich das Obst für die Hobbygärtner.
Von biologischem Interesse ist nicht zuletzt die Sortenvielfalt der Bäume. Diesen Genvorrat gilt es zu erhalten, indem Sorten, die sich als robust gegen Klimaeinflüsse, Krankheiten und Schädlinge erwiesen haben, weiter gepflanzt werden.
Für Kleinsäuger, viele Vogel- und Insektenarten ist die Streuobstwiese ein wichtiger Lebensraum.
gez. Wilfried Waidelich