Ihre Mithilfe ist gefragt - Steinobstsorten gesucht!
Bitte melden Sie sich, wenn Sie Bäume besonderer Aprikosen- Pfirsich- oder Pflaumensorten kennen, auch wenn ihre Sortennamen nicht bekannt sind.
Nicht gesucht werden moderne Züchtungen (z. B. die Pflaumensorten Hanita, Elena), Kirschpflaumen, auch Myrobalanen genannt, sowie Standardsorten wie z. B. Hauszwetschge, Bühler bzw. Wangenheims Frühzwetschge und Nancy-Mirabelle.
Kontakt: Dr. Annette Braun-Lüllemann, T.: 036081-60589
E-Mail:

Weitere Informationen zum Projekt und zur Meldung: >> Aufruf Alte Steinobstsorten <<
In einem durch das vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz geförderten Projekt sollen seltene und regional verbreitet Steinobstsorten aufgefunden, ihre Sorten bestimmt und dann über Vermehrungsmaterial wieder junge Bäume angezogen werden, die in Sortensicherungspflanzungen bewahrt werden. Die Erfassungen und Sortenbestimmungen werden durch die auf Steinobst spezialisierte Pomologin Dr. Annette Braun-Lüllemann durchgeführt. Aprikosen- und Pfirsichbäume sind im Vergleich zu den anderen Obstarten in Gärten und der Landschaft nur selten anzutreffen und erreichen oft kein hohes Alter. Die Gefahr, dass alte und nur regional verbreitete Sorten aussterben, ist daher bei diesen Arten besonders groß. Besondere Sorten dieser Arten kommen oftmals nur vereinzelt auf Streuobstwiesen vor. Wertvolle alte Sorten befinden sich zudem häufig in nicht öffentlich zugänglichen Privatgärten. Dadurch sind sie deutlich schwieriger aufzufinden als Kernobst oder Kirschen. Wie im vergangenen Jahr werden auch Landsorten und Primitivpflaumen, z. B. Spillinge und Kriechen, gesucht. Diese wachsen meist wurzelecht, also unveredelt und bilden durch Wurzelsprosse oft ganze Gebüsche. Manche dieser Sorten sind bereits seit Jahrhunderten Teil unserer Kulturlandschaft.In diesem Jahr wird das Projekt auf weitere Steinobstarten ausgeweitet: Wir bitten um Meldungen alter Aprikosen-, Pfirsich- und Pflaumensorten (Mirabellen, Reineclauden, Rund- und Ovalpflaumen sowie Zwetschgen).
Bereits im vergangenen Jahr baten wir um Ihre Mithilfe bei der der Suche nach seltenen Pflaumensorten. Für die zahlreichen Hinweisen bedanken wir uns ganz herzlich.

